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Die Wildkatze (Felis silvestris)
Update : 07.03.2020 02:33:42
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Bild quelle : Emmanuel Keller
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Textquelle : Wikipedia und Leopardenland  
 
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Die Wildkatze (Felis silvestris) ist eine Art innerhalb der Familie der Katzen. Sie ist in verschiedenen Unterarten
in Europa, Westasien und Afrika weit verbreitet und als Falbkatze oder afrikanische Wildkatze die Stammform der
Hauskatze.
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Körperlänge: Beim Männchen   40 - 80 cm Beim Weibchen  37 - 66 cm
Schwanzlänge: Beim Männchen   / Beim Weibchen   /
Schulterhöhe: Beim Männchen   30 - 40 cm Beim Weibchen    28 - 38 cm
Gewicht: Beim Männchen   4 - 9 kg Beim Weibchen    2 - 7 kg
Beißkraft Bei : cm² [Newton]   / cm² [kg]   /
Schlagkraft Bei : cm² [Newton]   / cm² [kg]   /
Alter : Alter in Freierwildbahn :   / Alter in Zoo :   /
Paarungsbereit nach : Bei Männchen   1 Jahr* Bei Weibchen   1 Jahr*
 
Der Bestandt : konnte nicht genau ermittelt werden !
Der Bestandt : konnte nicht genau ermittelt werden !
Der Status : Bedroht !
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Merkmale

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Wildkatze erstreckt sich von Schottland und Westeuropa über Mittel- und
Osteuropa bis Zentralasien und Indien. Darüber hinaus bewohnt sie große Teile Afrikas mit Ausnahme des
zentralafrikanischen Regenwaldgürtels.
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Unterarten

Das Auftreten lokaler Variationen und die Beschreibung zahlreicher Unterarten innerhalb des großen
Verbreitungsgebietes führte lange Zeit zu einem unübersichtlichen Zustand innerhalb der Wildkatzensystematik.
Heute ist es üblich nur noch drei morphologische Typen zu unterscheiden.

    * Die Europäische Wildkatze oder Waldkatze (Felis silvestris silvestris) ist auf den Britischen Inseln,
      in Europa, einigen Mittelmeerinseln und Teilen Südwest-Asiens verbreitet und zeichnet sich vor allem
      durch den buschigen Schwanz aus, der in einer breiten, stumpfen Rundung endet. Am Schwanzende finden
      sich häufig drei schwarze „Kringel“. Das Fell ist dicht, das Streifenmuster recht auffällig, aber auch
      oft verwaschen.
    * Die Afrikanische Wildkatze oder Falbkatze (Felis silvestris lybica) bewohnt Afrika, die Arabische Halbinsel
      und angrenzende Teile Südwest-Asiens sowie einige Mittelmeerinseln. Sie ist durch den spitz zulaufenden
      Schwanz, rötliche Ohr-Hinterseiten und ein unscheinbares Streifenmuster gekennzeichnet.
    * Die Asiatische Wildkatze oder Steppenkatze (Felis silvestris ornata) ist vom Nahen Osten bis ins westliche
      Indien und Zentralasien verbreitet, wo sie bis Nordwestchina und in die Mongolei vordringt. Sie ähnelt
      der Afrikanischen Wildkatze, unterscheidet sich von dieser aber durch das Fellmuster, das mehr gefleckt
      als gestreift ist.

Jüngste genetische Studien scheinen diese Aufteilung im wesentlichen zu unterstützen, allerdings unterscheiden
sich die Wildkatzen des südlichen und zentralen Afrika genetisch deutlich von den nordafrikanischen und
vorderasischen Formen und stellen vermutlich eine separate Unterart Felis silvestris cafra dar. Die Graukatze,
die zumeist als eigene Art aufgefasst wird, ist mit der Wildkatze nahe verwandt und könnte eine weitere Unterart
Felis silvestris bieti darstellen.

Als wahrscheinlicher Vorfahr aller Hauskatzen (Felis silvestris catus) wird die Falbkatze angesehen, obwohl manche
Wissenschaftler auch eine Beteiligung anderer Unterarten nicht ganz ausschließen wollen.
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Stammesgeschichte

Die Wildkatze entwickelte sich vermutlich aus der europäischen Art Felis (s.) lunensis, die möglicherweise bereits
im Pliozän (vor 2 Millionen Jahren) dort heimisch war. Der Fossilüberlieferung zufolge dürfte sich aus dieser
Bild quelle : Emmanuel Keller
Katze vor rund 300.000 Jahren in Europa die moderne Wildkatze entwickelt haben. Im Gegensatz dazu taucht die
Wildkatze in Afrika und Asien erst im späteren Pleistozän, vor etwa 130.000 Jahren, auf.
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Gefährdung

Lange Zeit wurden die Wildkatzenbestände vor allem durch die Jagd dezimiert. Jäger verwechselten sie mit
verwilderten Hauskatzen und schossen sie ab. Aber auch Schlagfallen und freilaufende Jagdhunde bei der Nachsuche
setzten ihnen zu. Heute sind die Verluste durch die Jagd vergleichsweise gering, außerdem steht die Wildkatze
inzwischen unter ganzjähriger Schonzeit.Das größte Problem für die Wildkatze ist heute die immer intensivere
Nutzung der Landschaft durch Verkehr, Siedlungsgebiete und Landwirtschaft. Dadurch wurden die Tiere auf wenige
Restlebensräume zurückgedrängt. Diese letzten Rückzugsgebiete liegen nunmehr verstreut wie Inseln im Meer. Die
dort lebenden, vereinzelten Wildkatzenpopulationen sind sehr klein und entsprechend anfällig gegen Inzucht und
Krankheiten. Aus diesem Grund gibt es vom BUND die Bestrebung in Deutschland einzelne Populationen mittels
etwa 20 Meter breiten Korridoren, welche mit Bäumen und Hecken bepflanzt werden, zu verbinden und auch weitere.
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Lebensräume zu erschließen

In Baden-Württemberg galt die Wildkatze seit 1912 als verschwunden, bis 2006 und 2007 am Kaiserstuhl überfahrene
Tiere eindeutig als Wildkatzen identifiziert wurden und damit erstmals seit 1912 wieder nachgewiesen werden
konnten. Daher plant man nun auch in diesen Gebieten, die Lebensräume großzügig zu vernetzen. Aus diesem Grund
hat Baden-Württemberg einen Generalwildwegeplan aufgestellt, der im Generalverkehrswegeplan berücksichtigt werden
soll. Im Juni 2009 sind das erste Mal seit Jahrzehnten lebende Wildkatzen bei Bühl gefunden worden.
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Bild quelle : Emmanuel Keller
 
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