:: Der Gepard

Der Gepard (Acinonyx jubatus)
Update : 29.04.2024 02:30:32
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Textquelle : Wikipedia und Leopardenland 
 
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Der Gepard (Acinonyx jubatus) ist eine hauptsächlich in Afrika verbreitete Katze. Die in ihrem Jagdverhalten
hoch spezialisierten Geparden gelten als schnellste Landtiere der Welt. Gestalt und Körperbau der Art
unterscheiden sich deutlich von anderen Katzen, außerdem weist das Jagdverhalten zahlreiche eher für Caniden
typische Merkmale auf. Daher wird der Art traditionell eine Sonderstellung unter den Katzen eingeräumt.
Genetische Untersuchungen zeigten jedoch, dass diese entwicklungsgeschichtlich nicht gerechtfertigt ist; die
nächsten Verwandten des Gepards sind amerikanische Katzen (Pumas).Der Gattungsname Acinonyx kommt aus dem
 Altgriechischen und besteht aus den Wortteilen akínetos „unbeweglich“ sowie ónyx „Kralle“.
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KörperlängeBeim Männchen :   100 - 180 cmBeim Weibchen :   90 - 155 cm
SchwanzlängeBeim Männchen :   60 - 110 cmBeim Weibchen :   60 - 100 cm
SchulterhöheBeim Männchen :   35 - 80 cmBeim Weibchen :   30 - 76 cm
BreiteBeim Männchen :   19 - 26 cmBeim Weibchen :   20 - 24 cm
Länge der KrallenBeim Männchen :   2 - 4 cmBeim Weibchen :   2 - 4 cm
Länge der ZähneBeim Männchen :   4 - 5 cmBeim Weibchen :   2 - 5 cm
GewichtBeim Männchen :   25 - 63 kgBeim Weibchen :   40 - 54 kg
Beißkraf Bei 64kg cm² [Newton]   1274cm² [kg]   130
Schlagkraft Bei 64Kg cm² [Newton]   /cm² [kg]   
Alter Alter in Freierwildbahn : 14 Jahre*Alter in Zoo : 23 Jahre*
Paarungsbereit nach Bei Männchen 2,5 Jahre*Bei Weibchen 3 Jahre*
Geschwindigkeit :  Maxi 134Km/h !
 
Der Bestandt : 13.340 bis 24.500 Tiere*
Der Bestandt : ca 10.900 - 51.200 in Gefangenschaft .
Der Status : Sehr Stark Bedroht !


Die Wissenschaftlichen Namen ...
Acinonyx jubatus jubatus
Acinonyx jubatus fearsoni
Acinonyx jubatus hecki
Acinonyx jubatus soemmeringii
 Acinonyx jubatus venaticus
 
Merkmale

Geparde , Das Fell des Gepards hat eine gelbliche Grundfarbe, wobei die Bauchseite meist deutlich heller
ist. Es ist mit schwarzen Flecken übersät, die deutlich kleiner sind als die eines Leoparden und keine
Rosetten bilden. Das Gesicht ist dunkler und ungefleckt, trägt aber zwei schwarze Streifen, die von den
Augen zu den Mundwinkeln laufen (Tränenstreifen).In Bezug auf die Fleckung ähnelt der Gepard zwar dem
Leoparden, in seiner Gestalt unterscheidet er sich jedoch beträchtlich von diesem wie auch von allen
anderen Katzen. Geparde haben extrem lange, dünne Beine und einen sehr schlanken Körper, der dem eines
Windhundes sehr ähnelt. Der Kopf ist klein und rund, der Schwanz lang. Die Pfoten tragen dicke, schuppige
Sohlen; die Krallen sind nur bedingt einziehbar (daher der Gattungsname). Aufgrund seines Körperbaus ist
der Gepard das schnellste Landtier der Welt. Er erreicht im Lauf bis 140 km/h, kann diese hohe
Geschwindigkeit aber nur etwa 400 m durchhalten. Die Anatomie des Gepards ist auch in weiteren Punkten
auf Schnelligkeit ausgelegt: seine Nasengänge sind erheblich verbreitert, so dass wenig Platz für das
Gebiss bleibt, das gegenüber anderen Katzen stark verkleinert und damit eine relativ schwache Waffe ist.
Auch Lungen, Bronchien und Nebennieren sind proportional stark vergrößert. Ein Gepard erreicht eine Kopf-
Rumpf-Länge von 150 cm, hinzu kommen 70 cm Schwanz. Die Schulterhöhe beträgt 80 cm. Trotz dieser stattlichen
Größe bringt er es nur auf ein Gewicht von 60 kg. Nach neueren Untersuchungen gibt es nur zwei Unterarten
oder gar nur zwei Populationen, nämlich den Afrikanischen und den Asiatischen Gepard. Zugleich stellte
man eine auffällig niedrige genetische Variabilität mit Inzuchtraten fest, die beinahe denen von Labormäusen
entsprechen; demzufolge vermutete man, die Geparde könnten auch gegenüber Krankheiten und
Umweltveränderungen anfällig sein. Es ist jedoch noch nicht geklärt, ob diese genetische Einförmigkeit
in freier Wildbahn einen wesentlichen Nachteil für die Tiere bedeutet.Als weitgehend gesichert gilt,
dass man ohne Abstoßungsreaktion Gewebe unter Geparden übertragen kann – etwas, das sonst nur bei
genetischer Identität für möglich gehalten wurde (? eineiige Zwillinge). Durch genetische und immunologische
Untersuchungen konnte ermittelt werden, dass die heutigen Geparde wahrscheinlich alle von einer sehr
kleinen Stammgruppe abstammen (? genetischer Flaschenhals), die vor etwa 10.000 Jahren gelebt hat. Damals
starb der Amerikanische Gepard aus, und der Gewöhnliche Gepard entging offenbar nur knapp diesem Schicksal.
Er breitete sich jedoch in den Savannen Afrikas und Asiens wieder aus und konnte daher bis in unsere Zeit
überleben. Diese Untersuchung genießt in Fachkreisen hohes Ansehen und wird mittlerweile als klassisches
 Beispiel in der Populationsgenetik benutzt.
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Verbreitungsgebiet und Lebensraum

Starke Bejagung führte zum Niedergang des Asiatischen Geparden .Der Gepard war einst über fast ganz Afrika
mit Ausnahme der zentralafrikanischen Waldgebiete verbreitet; außerdem waren Vorderasien, die indische
Halbinsel und Teile Zentralasiens besiedelt. Heute ist er fast nur noch in Afrika südlich der Sahara
anzutreffen. In Asien gibt es winzige Restbestände, die am Rande der Ausrottung stehen . Geparde sind reine
Savannen- und Steppentiere. Sie bevorzugen Bereiche mit hohem, Deckung bietendem Gras und Hügeln als
Ausschaupunkten. Zu viele Bäume und Sträucher machen eine Landschaft für Geparde ungeeignet, da sie dort
ihre Schnelligkeit nicht ausnutzen können. In Halbwüsten kommen Geparde dagegen gut zurecht, wenn sie
 genügend Beutetiere finden.
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Interne Systematik

Man unterschied bisher üblicherweise sieben Unterarten des Gepards; von diesen leben fünf in Afrika und
zwei in Asien. Alle Unterarten müssen als gefährdet eingestuft werden; besonders bedroht (oder bereits
 ausgestorben) sind die folgenden Unterarten:
Bild quelle : Emmanuel Keller
hecki: Afrika nördlich der Sahara; weitgehend ausgestorben, kleine Restbestände haben sich in Libyen
gehalten. A. j. venaticus: Indien, Afghanistan und Pakistan; die Unterart ist heute ausgestorben.
A. j. raddei: Einst in Zentralasien verbreitet; heute gibt es nach Schätzung der Iranischen Umweltbehörde
etwa 60 bis 100 Tiere im Norden des Iran (Kavir-Wüste, Touran-Schutzgebiet). Um den Schutz der stark vom
 Aussterben bedrohten Unterart zu verbessern, wurden einige Tiere mit GPS-Halsbändern ausgestattet.
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Unterarten

Als weitere Unterart des Gepards galt lange der Königsgepard – ein Tier, dessen Existenz bis 1975
angezweifelt wurde. Die Flecken sind bei ihm zu Längsstreifen verschmolzen. Inzwischen steht fest,
dass es sich hierbei nicht um eine Unterart (A. j. rex), sondern um eine seltene Mutation handelt,
die über ein rezessives Gen vererbt wird. In einem Wurf können sich normal gefleckte Geparde zusammen
mit Königsgeparden befinden. Königsgeparde sind in ganz Afrika verbreitet, und obwohl sie immer noch
große Seltenheit haben, scheint ihre Anzahl in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen zu
haben. Biologen beobachten diese Entwicklung mit Interesse, da sie auf eine wachsende genetische
Diversität bei den Geparden hinweist. Der Wuppertaler Zoo beherbergt mit dem Weibchen Helen das erste
Exemplar eines Königsgeparden, das in Europa geboren wurde. Helen stammt aus der Zucht des Tiergartens
 Nürnberg.
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Externe Systematik

Da sich der Gepard morphologisch und anatomisch sehr stark von anderen Raubkatzen unterscheidet, war es
bisher üblich, ihn in eine eigene Unterfamilie Acinonychinae zu stellen und weder den Groß- noch den
Kleinkatzen zuzuordnen. Man sah in ihm eine Sonderentwicklung der Katzen, die Geparde in konvergenter
Evolution zu Hunden nachvollzogen hatten.Neue genetische Untersuchungen haben aber zu der Erkenntnis
geführt, dass der Gepard den anderen Katzen doch nicht so fern steht und seine nächsten lebenden Verwandten
 mit ziemlicher Sicherheit der Puma und der Jaguarundi sein dürften.Der Amerikanische Gepard (Miracinonyx)
Bild quelle : Emmanuel Keller
des Pleistozäns wurde bis vor kurzem für einen nahen Verwandten des rezenten Gepards gehalten. Tatsächlich
sieht er diesem morphologisch sehr ähnlich. Es scheint sich jedoch vielmehr um eine Schwesterart des Pumas
gehandelt zu haben, die sich aufgrund ähnlicher ökologischer Voraussetzungen konvergent zum afrikanisch-
asiatischen Gepard entwickelte.Die ältesten Überreste des modernen Gepards (A. jubatus) stammen aus Afrika,
doch wenig später erschien die Art auch in Eurasien. Die europäische Gepardart Acinonyx pardinensis aus
dem Pleistozän war um einiges größer als heutige Geparde. Die letzten Funde dieser Art sind 500.000 Jahre
 alt und stammen aus den Mosbach-Sanden bei Wiesbaden.
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Lebensweise und Sozialverhalten

Ein junger Gepard, der auf seiner Mutter liegt Geparde sind tagaktive Tiere. Dadurch vermeiden sie
weitgehend Begegnungen mit den eher nachtaktiven Löwen, Leoparden und Tüpfelhyänen, die Geparden leicht
die Beute streitig machen können und auch eine große Gefahr für den Nachwuchs darstellen. Sie sind geselliger
als die meisten anderen Katzen. Die Weibchen leben meistens allein – mit Ausnahme der Zeit, in der sie Junge
führen. Männchen hingegen formen Verbände, in denen sie (meistens Wurfbrüder) zu zweit oder dritt leben.
Selten gibt es größere Gepardgruppen von bis zu 15 Individuen. Männchen und Weibchen kommen nur zur Paarung
zusammen und trennen sich gleich darauf wieder. Das Revier wird durch Urinmarkierungen abgegrenzt.
Junger Gepard Im Alter von etwa drei Jahren ist ein Gepard geschlechtsreif. Die Tragzeit beträgt etwa 95
Tage, ein Wurf besteht aus einem bis drei Jungen. Das Weibchen bringt sie in einem Bau zur Welt, in dem sie
für etwa acht Wochen bleiben. Dies ist nötig, da Geparde nicht die körperlichen Voraussetzungen besitzen,
ihren Nachwuchs erfolgreich gegen die stärkeren Großkatzen – Löwe und Leopard – oder auch Hyänen zu
verteidigen. Die Jungen haben auf dem Rücken lange silbrige Haare, die wahrscheinlich der Tarnung dienen
und die sie nach etwa drei Monaten rasch verlieren. Trotz dieser natürlichen Schutzvorrichtungen sterben
schätzungsweise bis zu 95 % der Geparde vor dem Ende des ersten Lebensjahres; meistens fallen sie
Raubfeinden zum Opfer. Haben sie die erste kritische Phase überstanden, können sie ein Lebensalter von
 15 Jahren erreichen.
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Ernährung und Jagd

Im Zoo wird zur Fütterung von Geparden ein Beutesimulator verwendet Das Spektrum der Beutetiere eines
Gepards ist für gewöhnlich nicht besonders breit. Seine bevorzugte Beute sind kleinere Huftierarten,
wie Gazellen und Böckchen. In Ostafrika ernähren sich Geparde fast ausschließlich von Thomson-Gazellen,
Grant-Gazellen und Impalas. Diese Antilopen sind leicht und sehr viel einfacher zu überwältigen als
ausgewachsene Zebras oder Gnus, die für einen Gepard nahezu unbezwingbar sind. Allerdings werden die
Jungtiere beider Arten gelegentlich von in der Gruppe jagenden Geparden überwältigt. Normalerweise halten
sich die schnellen Jäger jedoch an Beutetiere unter 60 kg Körpergewicht. In Notzeiten jagt ein Gepard
auch Hasen, Kaninchen und Vögel. Geparden pirschen sich in der Regel auf mindestens ca. 50 bis 100 m
an ihre Beutetiere heran, um sie dann mit der gepardentypisch hohen Geschwindigkeit anzugreifen. Diese
Art der Jagd wird mitunter mit der Hetzjagd etlicher Caniden (z. B. Wölfe) verglichen. Letztere zeichnet
sich jedoch durch Ausdauer gegenüber den auf kurzen Distanzen oft schnelleren Beutetieren aus, während
 im Gegensatz dazu Geparden aufgeben müssen, wenn sie das anvisierte Beutetier nicht nach einigen
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hundert Metern erreicht haben. Dies entspricht prinzipiell durchaus der Jagdweise anderer Katzen, nur
dass der Gepard auf das Erreichen sehr hoher Geschwindigkeiten spezialisiert ist und bei der Verfolgung
im Vergleich zu den meisten anderen Katzen längere Distanzen überwindet. Auf diese Weise sind 50 bis
70 % der Jagden erfolgreich. Kein anderes einzeln jagendes Raubtier hat eine höhere Erfolgsquote,
lediglich in Rudeln jagende Raubtiere übertreffen die Quote des Gepards. Die Beute wird einfach
überrannt: der Gepard läuft in die Beine des Opfers, das daraufhin das Gleichgewicht verliert
und stürzt. Anschließend drückt der Gepard dem Beutetier mit den Zähnen die Kehle zu. Er zerbeißt also
nicht die Nacken- oder Halswirbel, um seine Beute zu töten, sondern erstickt sie. Hiernach muss sich
der Gepard erst einmal ausruhen, denn eine zu lange Jagd kann zur Überhitzung seiner Muskeln führen.
Doch dann muss der Gepard schnell fressen, denn er kann seine Beute gegen andere Raubtiere wie Hyänen
 oder Leoparden praktisch nicht verteidigen.
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Geparde und Menschen

Der Gepard – seine nächsten Verwandten sind Puma und Jaguarundi Schon früh hat der Mensch es verstanden,
Geparde zu dressieren und als Jagdbegleiter nutzbar zu machen. Deswegen hat man ihn auf die Jagd
abgerichtet und er erhielt seinen synonym verwendeten Namen „Jagdleopard“. Sowohl in Mesopotamien als
auch im alten Ägypten hat man – seit dem dritten vorchristlichen Jahrtausend – Geparde auf diese Weise
verwendet. Im mittelalterlichen Europa war die Jagd mit Geparden ein Luxus, den man sich nur an
Königshöfen leisten konnte. Da sich diese Katze aber in Gefangenschaft nicht vermehrte, musste man immer
 neue Geparde fangen. Zu ihrer Dezimierung trug außerdem bei, dass sie wegen ihres Fells getötet wurden.
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Aktuelle Populationsgröße und Schutzstatus

Man schätzt, dass noch etwa 13.000 Geparde in 25 afrikanischen Ländern in freier Wildbahn leben, wobei
Namibia mit 2.500 Individuen die größte Anzahl vorweisen kann. Weitere geschätzte 60 bis 100 Individuen
kommen im Iran vor (siehe oben). Die geschätzte effektive Populationsgröße liegt bei etwa 10.000 Individuen.
Die meisten Geparde leben nicht in Schutzgebieten, was vielfach zu Konflikten mit Viehzüchtern führt. Die
Art wird auf der roten Liste der IUCN als „gefährdet“ gelistet, wobei die afrikanischen Unterarten als
„gefährdet“ bis „stark gefährdet“, die asiatische Unterart als „vom Aussterben bedroht“ gelten. Zuchtprogramme
 in Zoos und die Anwendung von künstlicher Befruchtung sind erfolgreich.
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