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Anatomie
Update : 29.04.2024 02:58:52
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Erweitertes Wissen
Moderne Systematiken
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Bedeutung
Vergleiche
Unterschiede
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Körperbau

Der Gepard weicht am deutlichsten vom typischen Katzenbauplan ab.
Im Erscheinungsbild und im Verhalten ähneln die meisten Katzenarten der
weitverbreiteten Hauskatze. Sie haben geschmeidige Körper, ein weiches
Fell, kurze Gesichter und relativ kleine Schädel. Am stärksten weicht
hiervon der Gepard mit seinem eher hundeähnlichen Körper ab. Alle Katzen
besitzen einen Schwanz, der beim Halten des Gleichgewichts behilflich
ist und auch zur innerartlichen Kommunikation benötigt wird. Bei einigen
Katzenarten wie z. B. dem Luchs ist der Schwanz allerdings stark verkürzt.
Im Gegensatz zu dem relativ einheitlichen Körperbau variiert das
Größenspektrum der Katzenarten erheblich. Es reicht von etwa 30 cm
Kopfrumpflänge bei der Schwarzfußkatze Südafrikas bis zu über 200 cm bei
 Arten der Gattung Panthera.
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Augen

Die Augen der Katzen sind im Verhältnis zum Schädel relativ groß.
Die Pupillen der Katzenaugen sind in ihrer Öffnungsgröße stark
veränderbar, bei hellem Umgebungslicht sind die Pupillen bei
Kleinkatzen senkrecht schlitzförmig, bei anderen Katzenarten klein
und rund, bei Dunkelheit sind die Pupillen extrem weit geöffnet.
Katzen verfügen über eine reflektierende Schicht Tapetum lucidum
hinter der Netzhaut im Auge, die jene Lichtanteile, die die Netzhaut
durchdrungen haben, zurückspiegelt, so dass diese noch ein zweites
Mal auf die Netzhaut treffen. Diese Schicht bewirkt neben einer
verbesserten Dämmerungssicht auch eine Reflexion des auffallenden
Lichts auf die Augen in der Dunkelheit (vergleiche auch Katzenauge
als umgangssprachliche Bezeichnung für Reflektoren). Das Stäbchen/
Zapfenverhältnis der Netzhautrezeptoren liegt bei etwa 63 zu 1
(vergleiche beim Menschen : 20 zu 1), variiert jedoch sehr stark
zwischen dem Zentrum der Netzhaut (10 zu 1) und der Peripherie
(200 zu 1). Katzen sehen daher auch bei wenig vorhandenem Umgebungslicht
(Dämmerung, Nacht) noch sehr gut. Farben werden von Katzen nur
eingeschränkt wahrgenommen, völlig farbenblind sind sie jedoch nicht.
Da die Katze ihre Augen kaum nach links oder rechts bewegen kann,
muss sie, um in eine andere Richtung sehen zu können, ihren Kopf
bewegen. Durch die nach vorne gerichteten Augen ergibt sich eine
starke Überschneidung der Sehachsen, was ein besseres räumliches
 Sehvermögen bedeutet. Der Sichtwinkel der Katze beträgt 200 bis 220°.
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Ohren

Die Ohren der Feliden stehen aufrecht, sind spitz bis rundlich und
können in verschiedene Richtungen gedreht werden. Sie verfügen über
ein ausgezeichnetes Gehör. Der Frequenzbereich geht hierbei bis etwa
65.000 Hz, was den des Menschen um mehr als das Dreifache übersteigt.
Die Ohren einer Katze lassen sich unabhängig voneinander in einem
weiten Radius drehen, wodurch es ihr möglich ist, Beutetiere akustisch
zu lokalisieren und selbst bei Dunkelheit durch einen gezielten Sprung
zu fangen. Die Ohrmuscheln der Katze sind mit Ohrhaaren besetzt, um das
Eindringen von Fremdkörpern zu verhindern. Die Stimmung der Katze lässt
sich auch an den Ohren ablesen: Angelegte Ohren bedeuten zum Beispiel
Verteidigungsbereitschaft, aufrecht und neugierig nach vorne gewendet
bedeutet, dass sie sich für ihre Umgebung interessiert und diese genauer
 beobachtet.
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Zunge und Geschmackssinn

 
Unterkiefer eines Tigers
Bild Quelle : LPLS
 
Die Geschmackserkennung ist nötig, um verdorbene oder ungenießbare Nahrung
zu erkennen und muss bei Katzen präzise und schnell erfolgen, da diese ihre
Nahrung nicht kauen. Die Zunge ist rau, da diese mit Papillen besetzt ist.
Die zentralen Papillen sind mit Dornen besetzt, die zum Körper hin zeigen.
Diese Dornen dienen zum Kämmen des Felles oder zum Abschaben des Fleisches
von Knochen. Die vorderen Papillen dienen der eigentlichen Geschmackswahrnehmung.
Dies betrifft vor allem sauer, salzig und bitter. Katzen können süß nicht
schmecken. Den Tieren fehlen Teile des Gens, welches die Informationen für
eine Hälfte des Erkennungsproteins für „süß“ trägt, wie amerikanische Forscher
entdeckt haben. Die Folge ist ein funktionsunfähiger Rezeptor in den
Geschmacksknospen der Katzenzunge. Beim Trinken bedienen sich Katzen einer
 speziellen Technik zur Aufnahme von Flüssigkeit.
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Geruchssinn

Nur selten folgen Katzen riechend einer Spur. Ihr Geruchssinn ist weniger ausgeprägt als
 beispielsweise bei Hunden oder Bären.
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Tasthaare

Die Tasthaare (zool. Vibrissen) kennzeichnen die Katze als vorwiegend nachtaktives Tier.
Katzen verfügen über Tasthaare insbesondere an der Schnauze, jedoch auch über den Augen
und an den unteren Vorderläufen. Die Vibrissen werden durch Luftbewegungen in Vibrationen
versetzt, die über Sinneszellen an den Tasthaarwurzeln in ein räumliches Bild der Umgebung
umgesetzt werden - Katzen "sehen" dadurch zumindest grobe räumliche Strukturen ihrer
direkten Umgebung auch in völliger Dunkelheit. Die Vibrissen sind bereits bei Neugeborenen
 vollständig ausgebildet, was die Wichtigkeit des Tastsinnes deutlich macht.
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Gebiss

Schädel eines Amur Tigers
Bild Quelle : LPLS
Unterkiefer Fangzahn eines Tigers ca 7 cm lang
Bild Quelle : LPLS
Ober- und Unterkiefer sind mit einem Scharniergelenk verbunden. Das Gebiss besitzt 30
(Zahnformel: OK: 3-1-3-1; UK: 3-1-2-1) Zähne und ein Diastema. Die Diastemata ermöglichen
es, dass die Eckzähne (Canini) beim Schließen des Maules aneinander vorbeigleiten können.
Die langen, dolchartigen Eck oder Fangzähne dienen zum Packen, Festhalten und Töten der
Beute, die Reißzähne zum Abbeißen von Fleischstücken, die ohne weitere Zerkleinerung
geschluckt werden. Die Reißzähne werden durch den vergrößerten letzten Vorbackenzahn
(Prämolar) und den ersten Backenzahn (Molar) gebildet. Sie weisen zackige Spitzen auf,
 die beim Beißen scherenartig aneinander vorbeigleiten.
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Krallen

Katzen sind Zehen- sowie Kreuzgänger und haben an den Vorderpfoten fünf und an den
Hinterpfoten vier Zehen. Die Krallen der Vorderpfoten sind auch kräftiger als die der
Hinterpfoten. Mit Ausnahme des Geparden, der Flachkopfkatze und der Fischkatze - diese
können ihre Krallen nur zum Teil einziehen besitzen alle Katzen "ausfahrbare" Krallen
aus Horn mit einer dolchartig nach vorne gerichteten Krümmung. Diese Krallen werden nur
bei Gebrauch (Kampf, Beutefang, Klettern) durch Anspannen bestimmter Muskeln ausgefahren,
damit sie sich beim Laufen nicht abnutzen, sondern scharf bleiben. Bei Nichtgebrauch
bleiben sie in Hautscheiden. Das unwillkürliche Ausfahren der Krallen wird durch Sehnen
im Zeheninneren verhindert.
Mit ihren scharfen Krallen können Katzen sehr gut Bäume hochklettern, aber zum Abstieg
muss die Katze gelernt haben, ihre nach vorne gekrümmten Krallen als Steighaken zu benutzen.
Unerfahrene Katzen versuchen, mit dem Kopf voraus nach unten zu klettern, wobei sie schnell
in Schwierigkeiten kommen können, in Panik geraten und in eine Schockstarre verfallen.
Oftmals hilft in so einem Fall nur noch die Feuerwehr. Aufgrund der weich gepolsterten
Zehen und der zurückziehbaren Krallen können Katzen sich gut an ihre Beute heranschleichen.
Der Tastsinn an den Pfoten ist sehr stark ausgeprägt, ein Grund, weswegen Katzen Gegenstände
 auch mit den Pfoten untersuchen.
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Verbreitung

Katzen sind auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis verbreitet. In Australien
und Ozeanien sind sie jedoch lediglich durch Siedler eingeführt worden. Nördlich des 70.
 Breitengrades kommen keine Katzen vor.
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Sozialverhalten

Die meisten Katzenarten sind Einzelgänger. Männliche und weibliche Tiere kommen lediglich
zur Paarung zusammen und trennen sich anschließend wieder. Ausnahmen bilden hier insbesondere
die Löwen, die in größeren Rudeln leben, sowie kleinere Gruppen zusammenlebender Männchen bei
 den Geparden.
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Ernährung

Anders als viele andere Raubtiere, die mehr oder weniger Allesfresser sind, ernähren Katzen
sich fast ausschließlich von Fleisch. Sie sind hochspezialisierte Raubtiere, die ihrer Beute
auflauern (Ansitzjäger) oder sich nahe an sie heranschleichen, um sie nach wenigen Sätzen oder
einem kurzen Sprint zu überwältigen. Diese letztgenannte Jagdmethode ist in ganz besonderem Maße
bei Geparden entwickelt, die auf das Erreichen sehr hoher Geschwindigkeiten (über 100 km/h)
eingerichtet sind. Damit können sie ihre anvisierte Beute über eine Distanz von einigen hundert
Metern verfolgen. Unzutreffend ist dagegen der Vergleich dieser Jagdmethode mit der Hetzjagd
rudeljagender Caniden und Tüpfelhyänen: Im Gegensatz zu Hetzjägern können Geparden ihre Beute
gerade nicht durch Ausdauer erschöpfen (worin das Prinzip der Hetzjagd besteht), sondern müssen
sie binnen kurzer Zeit (kaum mehr als eine Minute) durch ihre höhere Geschwindigkeit einholen.
In freier Natur bevorzugen die meisten Katzen lebend gefangene Beute und fressen nur gelegentlich
 Aas.
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Die Geschlechtsteile der Katze

Penis vom Kater
Bild Quelle : LPLS
Penis vom Kater
Bild Quelle : LPLS
Besonderheit ist der Penis des Katers Egal ob Hauskatze oder Tiger der Penis ähnelt sich bei
beiden Individuen. Der Penis des Tigers kann bis zu 18cm lang werden und einen Durchmesser
von über 3 cm erreichen. Dabei ist der Penis mit hundertern von kleinen Stacheln über seht.
Diese bestehen das den gleichen Material wie unsere Fingernägel. Die Paarung ist also für Katzen
eine Schmerzhafte Angelegenheit. Die Stacheln sind ca 0,1 – 1 mm lang, deren Funktion ist es
zu einen bei der Katze den Eisprung hervor zurufen aber auch um das Sperma anderer Kater zu
 entfernen. Neben bei dienen die noch zur Luststeigerung des Katers.
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Systematik der Katzen

Man unterscheidet mindestens 37 Katzenarten, die im Körperbau alle relativ ähnlich sind und
äußerlich vor allem in Färbung und Größe variieren. Lediglich der Gepard weicht diesbezüglich
deutlicher von anderen Katzen ab. Der einheitliche Körperbau erschwert eine Unterteilung der
Familie anhand von morphologischen Kriterien. Traditionell wurden drei lebende Unterfamilien,
die Großkatzen, die Kleinkatzen und die Geparde unterschieden. Eine weitere Unterfamilie, die
heute ausgestorben ist, stellen die Säbelzahnkatzen dar. Zu den Säbelzahnkatzen wurden
ursprünglich auch die Metailurini gerechnet, die heute oft zu den felinen Katzen zählen.
Durch die Entwicklung von molekulargenetischen Methoden, mit deren Hilfe DNA-Sequenzen
verglichen werden können, wurde erkannt, dass die herkömmliche Dreiteilung der Katzen nicht
die tatsächlichen Verwandtschaftsverhältnisse widerspiegelt. Auch wenn es an der Monophylie
(alle Untergruppen entstammen einer Stammform) der Katzen kaum Zweifel gibt, ist doch die
innere Systematik der Katzen immer noch umstritten. Folgende Gattungen und Arten werden zu
 den Katzen gezählt.
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Erweitertes Wissen

Die traditionelle Systematik ordnete die heutigen Katzen in drei Unterfamilien: Der
Gepard stand als eigene Unterfamilie Geparde (Acinonychinae) abseits; die Gattungen
Panthera (Löwe, Jaguar, Leopard und Tiger) sowie der Schneeleopard und der Nebelparder
bildeten die Großkatzen (Pantherinae), während die übrigen Arten als Kleinkatzen (Felinae)
zusammengefasst wurden. Diese Systematik beruhte auf Collier und O'Brien (A molecular
phylogeny of the Felidae: immunological distance, 1985) und war lange Zeit am verbreitetsten.
Als wichtiges Unterscheidungskriterium dieser Unterteilung diente einerseits die Morphologie
der Krallen, die bei Geparden nicht einziehbar sind und andererseits der Aufbau des
Zungenbeins, das bei den Großkatzen elastisch, bei Kleinkatzen verknöchert ist. Auf
diesen Unterschied führte man die Fähigkeit zu brüllen beziehungsweise zu Schnurren
zurück. Einige Großkatzen (Löwe,Tiger, Leopard, Jaguar) können im Gegensatz zu den
Kleinkatzen brüllen. Schnurren können alle Katzen, die Großkatzen jedoch nur beim
Ausatmen, die Kleinkatzen sowohl beim Ein- wie beim Ausatmen. Mittlerweile hat sich
 herausgestellt, dass die Fähigkeit zu brüllen nicht vom Zungenbein abhängt.
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Moderne Systematiken

Ein neueres Klassifikationsschema von Wozencraft (1993) behielt im Wesentlichen die
Einteilung in Unterfamilien bei, löste aber die Acinonychinae auf. Die Katzen wurden
in die drei Abstammungslinien der Wildkatzen-Gruppe, der Ozelot-Gruppe und der
Großkatzen-Gruppe aufgebrochen, wobei letztere eine Überleitung zu den Pantherinae
sein sollte. Der Gepard wurde erstmals als Verwandter des Pumas angesehen und mit
diesem zusammen in einer Übergattung gruppiert.

Weiteren molekulargenetischen Untersuchungen zufolge unterteilen sich die rezenten
Katzenarten in acht Hauptlinien, die sich vermutlich in der hier aufgelisteten
Reihenfolge vom Hauptzweig abspalteten. Die erste Abspaltung, die der Großkatzen,
erfolgte wahrscheinlich vor etwa 10,8 Millionen Jahren, während die Jüngste, die
Aufspaltung in Hauskatzen-Linie und Bengalkatzen-Linie, wohl vor etwa 6,2 Millionen
Jahren stattfand.

* Großkatzen (Gattungen Panthera, Uncia, Neofelis) (10,8 Mio. Jahre)
* Asiatischen Goldkatzen und Marmorkatze (Gattung Pardofelis) (9,4 Mio. Jahre)
* Karakal-Gruppe (Gattungen Profelis, Caracal, Leptailurus) (8,5 Mio. Jahre)
* Ozelot-Linie (Gattung Leopardus) (8,0 Mio. Jahre)
* Luchs-Gruppe (Gattung Lynx) (7,2 Mio. Jahre)
* Puma-Gruppe mit Gepard (Gattungen Puma, Acinonyx) (6,7 Mio. Jahre)
* Bengalkatzen-Gruppe (Gattung Prionailurus) (6,2 Mio. Jahre)
* Hauskatzen-Linie (Gattung Felis) (3,4 Mio. Jahre)

Relativ unsicher ist die Zugehörigkeit der Bergkatze zur Ozelot-Linie sowie Einteilung
 des Manuls entweder zur Hauskatzenlinie bzw. zur Bengalkatzen-Gruppe.
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Evolution

Die Katzen stammen nach heute gängiger Meinung von den Vorfahren der Schleichkatzen oder
verwandten Formen aus der Gruppe der Katzenartigen Raubtiere ab. Noch vor dem Auftreten
der eigentlichen Katzen existierten die Nimraviden oder Scheinsäbelzahnkatzen, die sehr
an Katzen erinnern, heute aber in eine eigene Familie (Nimravidae) gestellt werden. Sie
gelten als Schwestergruppe der Felidae und nicht als deren Vorfahren. Die ältesten
Fossilfunde von Katzen sind etwa 30 Millionen Jahre alt und stammen aus dem Oligozän von
Europa, als mit Proailurus der erste bekannte Vertreter der Felidae erschien. Er war
etwas größer als eine Hauskatze und jagte in den tropischen Wäldern.
Vor etwa 20 Millionen Jahren steht Pseudaelurus an der Spitze der Evolutionslinien der
Katzen, deren zwei Hauptlinien die Säbelzahnkatzen (Machairodontinae) und die Vorfahren
der rezenten Katzen (Pantherinae und Felinae) waren. Die Angehörigen der Säbelzahnkatzen-
Linie sind ausgestorben. Vor etwa 10.000 Jahren verschwanden die letzten Vertreter mit
den Gattungen Homotherium und Smilodon. Aus der zweiten Evolutionslinie entwickelten
sich die heutigen Katzen. Alle heutigen Katzenarten gehen auf einen gemeinsamen Vorfahren
zurück, der vor 10 bis 15 Millionen Jahren lebte. Die ausgestorbenen Metailurini, zu denen
etwa Dinofelis zählt, wurden früher zu den Säbelzahnkatzen gerechnet, zählen heute aber
 für gewöhnlich zu den felinen Katzen.
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Bedeutung, Geschichte, Kultur

Fast alle Katzenarten sind in ihrem Bestand gefährdet. Neben dem Verlust an Lebensraum
leiden die Populationen an der Bejagung für den Fellhandel oder für die Traditionelle
Chinesische Medizin oder wegen Konflikten mit der Nutztierhaltung.
Die Hauskatze lebt seit mehreren tausend Jahren in der Gesellschaft des Menschen. Sie hat
dort von der Mythologie über zahlreiche Redensarten (wer mit der Katze geeggt hat, weiß,
 wie sie zieht) bis hin zur Belletristik und den Bildenden Künsten eine Spur gezogen.
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